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Aktuelles - Archiv - 4. Quartal 2004

Meldungen des 4. Quartals 2004

Umgehungsstraße Süd früher fertig

Vierspuriger Ausbau bis Eisenbahnbrücke / Entlastung für Pampow ab November 2005

Wüstmark · Der Bau der Ortsumgehung Pampow kommt jetzt schneller voran als geplant. Nach langwieriger Genehmigungsplanung wird jetzt mit Hochdruck an der Verlängerung der Pampower Straße in Süd bis zur neuen Eisenbahnbrücke und weiter südöstlich an der Ortslage vorbei gearbeitet. In weniger als einem Jahr soll der Verkehr dort rollen.

Alle Aufträge für die Ortsumgehung Pampow sind vergeben. Die Ergebnisse der Ausschreibung haben eine positive Nachricht für die Autofahrer und die Pampower gebracht: "Die Straßenbaufirma hat uns einen guten Zeitplan vorgelegt. Demnach sollen die Arbeiten an der Ortsumgehungsstraße Pampow im November 2005 abgeschlossen sein, einen Monat früher als geplant", sagt Thomas Taschenbrecker, Leiter des Straßenbauamtes Schwerin.

Die Firma "Bunte" aus Teterow hatte die Ausschreibungen für den gesamten, vier Kilometer langen Straßenabschnitt der Ortsumgehung Pampow gewonnen. Er reicht von der Kreuzung Pampower Straße/Werkstraße in Süd bis zur Bundesstraße 321 kurz vor der Einfahrt nach Hof Pampow südlich der Ortslage. Insgesamt zwölf Millionen Euro wird die Umgehungsstraße Süd kosten.

Zufahrt zum Gewerbegebiet uneingeschränkt möglich

Die Brücke über die Eisenbahnlinie ist bereits seit Jahresbeginn fertig, die Grundlagen der Rampen ebenfalls. Nun wird am vierspurigen Ausbau der Pampower Straße von der Kreuzung Werkstraße bis zur Abfahrt Fährweg in Pampow gearbeitet. Das bislang zweispurig befahrbare Teilstück vom ehemaligen Komm-Markt bis zur Kreuzung Heinrich-Hertz-/Otto-von-Siemens-Straße bekommt zwei weitere Fahrspuren an seiner südöstlichen Seite hinzu. Die Voraussetzungen dafür waren seit langem gelegt.

Im Zuge der Bauarbeiten soll es keine Einschränkungen für die Zufahrt zum neuen Gewerbegebiet Am Fährweg geben, in dem sich unter anderem die Kfz-Zulassungsstelle der Landeshauptstadt und des Landkreises Ludwigslust sowie die Dekra befinden. Wenn die neuen Fahrspuren asphaltiert sind, werden die beiden alten generalüberholt, so dass Ende 2005 der Verkehr über eine gute, neue Straße in Richtung Autobahn rollt, verspricht der Leiter des Straßenbauamtes.

Auf der Pampower Seite der Eisenbahnbrücke werden die Straßenbauarbeiten zeitig im nächsten Frühjahr beginnen, nennt Taschenbrecker weitere Eckpunkte der Planungen.

Die eingetretenen zeitlichen Verzögerungen in der Planfeststellungs- und Genehmigungsphase für die Ortsumgehung Pampow will der Straßenbauamtsleiter nicht kommentieren. Er erklärt nur: "Der Bau der Ortsumgehung Pampow ist geklärt. Das ist das Wichtigste. Die Entscheidung zur Zukunft des bisherigen Bahnübergangs Schweriner Straße wird gesondert gefällt."

 

Bert Schüttpelz

Quelle: SVZ (09.12.2004)

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Bauen für die Ortsumgehung Pampow

Wüstmark/Neu Pampow (du) · Ein Nadelöhr für Kraftfahrer: Die B 321 windet sich in scharfen Kurven durch das Gewerbegebiet, anschließend wartet noch der Bahnübergang der Hauptstrecke Hamburg-Berlin. Dieses Nadelöhr soll im kommenden Jahr beseitigt sein. Durch die Straßenumgehung des Nachbarortes Pampow wird die Trasse in Süd, unterhalb des ehemaligen KOMM-Marktes, geradeaus führen. Die Bauarbeiten sind auf der Schweriner Seite im Gange. Die Brücke über die Bahnstrecke ist längst fertiggestellt, die Anbindung dorthin schon geschaffen.

An der neuen Eisenbahn-Brücke wird für die Umleitung der B 321 gearbeitet. Foto: Unger

Quelle: SVZ (27.10.2004)

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Bierbrauer trotzen dem Negativtrend

Schweriner Schlossbrauerei kann Jahresausstoß halten / Vom Dosenpfand sogar profitiert

Wüstmark · Schwerins Schloss-Bierbrauer trotzen dem Negativtrend: Den verregneten Sommer, geänderte Trinkgewohnheiten und Umsatzeinbrüche durch das Dosenpfand kompensierte die zur Oettinger-Gruppe gehörende Braustätte mit unternehmerischem Geschick – und ganz ohne Werbung.

"Gute Qualität zum günstigen Preis. Dies spricht sich herum. Die Menschen nehmen uns wahr, ohne dass wir sie durch Werbeunterbrechungen beim Fernsehen stören." Diese Sätze umschreiben für Geschäftsführer Michael Mayer am besten die Firmenphilosophie der Oettinger Bier Brauhaus GmbH. Das bayerische Familienunternehmen übernahm 1997 die "Schweriner Schlossbrauerei". Seither schreibt die Braustätte eine Erfolgsgeschichte.

"Beim jährlichen Ausstoß haben wir uns von einst 70000 auf etwa 400000 Hektoliter eingepegelt", rechnet Geschäftsführer Mayer vor. Derzeit würden stündlich 15000 Bierflaschen abgefüllt, über den Tag kämen so 18000 der bekannten blauen Kästen zusammen. Neben der Leitmarke "Oettinger" wird hier "als Reminiszenz noch Schweriner Pils, Export und Petermännchen nach Original-Rezepturen abgefüllt". Allerdings machen diese Regional-Sorten nur noch 12,5 Prozent des Absatzes aus.

Bundesweit ist der Bierkonsum rückläufig, das Dosenpfand bescherte der Branche im Vorjahr sogar regelrechte Einbrüche. "Die Trinkgewohnheiten der Deutschen haben sich geändert. Wein und Wellness-Getränke sind mehr in", sagt Michael Mayer. Dennoch behauptet sich die Schlossbrauerei am Markt, kompensierte Einbußen und erzielt weiter jährliche Zuwächse oberhalb der Fünf-Prozent-Marke. Damit mauserten sich die Schweriner zur drittgrößten Brauerei in MV.

"Der Vorteil der Oettinger-Gruppe ist, dass wir vor allem Supermarkt-Ketten beliefern. Nach dem Wegfall der Bierdose war ein ähnlich preiswerter Ersatz gefragt. Und da war unser Mehrweg-Angebot, das von Pils und Alt über Weißbier bis hin zu Bier-Mixed reicht, genau richtig", so der Geschäftsführer.

Doch 2005 droht neues Ungemach, die Lkw-Maut. Mayer: "Unsere 90 Mitarbeiter in Wüstmark produzieren mehr Bier als wir hier abfüllen können. So müssen wir den Gerstensaft per Tankwagen in unsere märkische Brauerei nach Dessow transportieren und die Flaschen wieder zurück nach Mecklenburg. Dieser Aufwand ist zu teuer."

Deshalb trägt sich die Oettinger Gruppe mit dem Gedanken, erneut in den Standort Schwerin zu investieren – auch um sich als großer deutscher Getränkehersteller gegen mögliche Übernahme-Gelüste von ausländischen Brauerei-Giganten zu wappnen. Schließlich haben die Bayern ein Ziel: Selbst ihre Marktposition ausbauen.

Christian Meyer

Landesweit gibt es noch Brauereien in Lübz, Schwerin, Rostock, Demmin und Stralsund. Die größte ist die Mecklenburgische Brauerei Lübz, die jährlich mehr als eine Million Hektoliter produziert. Ihr Gerstensaft ist zugleich bei den Kunden in MV am beliebtesten. Auf dem dritten Rang nach Hasseröder folgen bereits die Biersorten aus der Schweriner Schlossbrauerei, die zur Oettinger-

 

Gruppe gehört. Der Verbund von fünf Braustätten, u.a. Oettingen, Gotha und Mönchengladbach steht deutschlandweit auf Rang 14 der Getränkehersteller und produziert jährlich 5,2 Millionen Hektoliter Bier.

Quelle: SVZ (20.10.2004)

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Grundstein für Förderprojekt

Wüstmark (jung) · Günther Liebers, Geschäftsführer der Dreescher Werkstätten gGmbH, und Rüdiger Hesse, Vorsitzender der Lebenshilfe Schwerin, legen gestern Morgen den Grundstein für den Bau eines Förderprojektes für Behinderte. In den Räumen sollen künftig zwölf Schwerstbehinderte, die für in der Behindertenwerkstatt derzeit kein sach-gerechtes Angebot besteht, Montage-arbeiten verrichten und individuelle Förderung erhalten. Das Gebäude wird voraussichtlich im März 2005 fertiggestellt sein.

 

Günther Liebers, Geschäftsführer der Dreescher Werkstätten gGmbH schob neben einer Bauskizze auch die gestrige Ausgabe der Schweriner Volkszeitung in das Grundsteinrohr.

Quelle: SVZ (09.10.2004)

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