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Aktuelles - Archiv - 4. Quartal 2003

Meldungen des 4. Quartals 2003

Neureder AG in Wüstmark arbeitet auch zwischen den Feiertagen

Wüstmark · Während zwischen Weihnachten und Neujahr bei vielen Firmen Betriebsferien angesagt sind, drehen sich bei der Schweriner Niederlassung der Neureder AG in Süd die Bänder. Volle Auftragsbücher zwingen das Unternehmen, jeden regulären Arbeitstag zu nutzen.

25 Mitarbeiter, darunter zwei Azubis, sind bei der Maschinenbaufirma Neureder AG in der August-Horch-Straße derzeit beschäftigt, und sie haben alle Hände voll zu tun. Vor allem als Zulieferer für die Automobilbranche hat sich das Schweriner Unternehmen einen Namen gemacht. Bis vor kurzem wurden in der großen Halle selbst entwickelte Roboter gebaut, die nun in anderen Betrieben das hintere Armlehnenteil für den VW Golf V produzieren.

Doch schon ist die Produktion umgestellt, werden neue Roboter entworfen und gebaut. Hergestellt wird in diesen Tagen der Linearroboter NR 360, der mit einer Spritzgussmaschine gekoppelt wird und ebenfalls in der Automobilindustrie Verwendung findet. Parallel dazu wird bereits an den großen Brüdern NR 460 und NR 560 getüftelt, von denen im ersten Quartal 2004 die Prototypen stehen müssen.

"Der Bedarf an komplexen Maschinensystemen ist groß, allerdings auch die Konkurrenz", sagt Jürgen Brands, Geschäftsführer der Schweriner Niederlassung der Neureder AG. Am Markt bestehen kann nur, wer schnell und flexibel agiert. "Die Bestellungen für die neuen Roboter liegen vor. Da können wir zwischen Weihnachten und Neujahr leider keine Betriebsferien machen", so Brands.

Seit einem Jahr gehört die vor drei Jahren gegründete Schweriner Firma zum Krauss-Maffei-Konzern und hat sich auf die Herstellung von Linearrobotern spezialisiert, die im Spritzgießtechnikmaschinenbau Verwendung finden. Mit derartigen Teilen werden beispielsweise diverse Steckverbindungen für Kfz-Technik, aber auch Wellenlager für Waschmaschinen hergestellt. "Die Zugehörigkeit zu so einem großen Konzern wie Krauss-Maffei hat sich günstig auf die Entwicklung der Firma ausgewirkt", sagt Brands und blickt optimistisch ins neue Jahr. Bert Schüttpelz

Quelle: SVZ (29.12.2003)

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Hauptpreis für IHK-Bildungszentrum
Auszeichnung für erfolgreiche Ausbildungsprojekte und neue Wege in der Berufsbildung

Wüstmark · Das IHK-Bildungszentrum Schwerin erhielt im Bundeswettbewerb "Regionale Kooperation für Ausbildungsplätze" zwei Hauptpreise. Ausgezeichnet wurden die Etablierung des Berufsbildes Veranstaltungskaufmann und die Heranführung von Frauen an die IT-Berufe.

Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) zeichnete das IHK-Bildungszentrum Schwerin als Wettbewerbsieger in den Kategorien "Regionales Ausbildungsnetzwerk Veranstaltungskaufmann" (Kategorie 1) und Netzwerk zur "Verzahnung von Berufsfrühorientierung, Grundausbildungslehrgänge und Berufsausbildung für Mädchen und junge Frauen in den IT-Berufen" aus.

"Dem IHK-Bildungszentrum ist es gemeinsam mit Partnern gelungen, den neuen Ausbildungsberuf Veranstaltungskaufmann in Schwerin umzusetzen", so die Begründung. Der Erfolg basiert auf einem vom IHK-Bildungszentrum gebildeten Netzwerk, das Betriebe, Verwaltungen und Berufsschulen enger miteinander verzahnt. Das regionale Ausbildungsnetzwerk für Veranstaltungskaufleute koordiniert dabei die lokalen Unternehmen und Verwaltungen, die in diesem Berufsbild ausbilden wollen. Im Pilotprojekt werden auch Erfahrungen gesammelt, wie sich zwei oder mehrere Betriebe einen Ausbildungsplatz teilen können.

Der Landesstützpunktleiter des Projektes "Regio-Kompetenz-Ausbildung (RKA)", Hans Jürgen Bruhn, war sichtlich begeistert von den mit 5000 und 25 000 Euro dotierten Preisen. "Wir werden das Geld direkt in die Weiterentwicklung der Netzwerke investieren, um den Auszubildenden in der Region eine nachhaltige Perspektive in ihren Ausbildungsberufen zu geben," so Bruhn, der gleichzeitig kaufmännischer Leiter im IHK-Bildungszentrum ist.

Diese Auszeichnungen sind das Ergebnis einer engen und konstruktiven Zusammenarbeit aller an der Ausbildung im Land Beteiligten. Die Förderstrukturen des Wirtschaftsministeriums tragen wesentlich zu einer ausbildungsfördernden Haltung bei. Industrie- und Handelskammern, Arbeitsämter und berufliche Schulen gehen Hand in Hand bei der Umsetzung neuer Wege der Berufsausbildung. Daher auch die erfolgreiche Bilanz des Landes beim Bundeswettbewerb. Insgesamt 14 Beiträge wurden eingereicht, es gab je zwei erste Preise in beiden Kategorien.

Quelle: SVZ (27.12.2003)

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Unternehmerverband gewinnt Mitglieder
Jahresabschluss der Schweriner Region bei Firma Güll

Wüstmark · Der Unternehmerverband Schwerin blickt auf eine aktive Verbandsarbeit in diesem Jahr zurück. Acht Firmen der Region konnten für die Mitgliedschaft gewonnen werden. Mit einem an brennenden Problemen orientierten Programm sollen im neuen Jahr die Mitgliederinteressen vertreten werden.

Die Jahresabschlussveranstaltung des Schweriner Unternehmerverbandes fand traditionell bei einem Unternehmer der Region statt. Gastgeber des Treffens am Lagerfeuer war diesmal der Bauunternehmer Gerd Güll. Unterstützt durch das Sponsoring weiterer Unternehmer war eine kleine Party mit unterhaltsamem Programm, Glühwein und interessanten Gesprächen organisiert worden.

Regionalleiter Hartmut Kratzke zog eine positive Jahresbilanz der Tätigkeit des Verbandes. Mit 270 Mitgliedern gehört der Regionalverband Schwerin zu den stärksten im Lande. Der Verlust einiger Mitglieder, die durch Insolvenz ihrer Unternehmen ausgeschieden waren, sei durch den Eintritt neuer Mitglieder wettgemacht worden. Zu den acht neuen gehören so renommierte Unternehmen wie die Schweriner Wohnungsbaugenossenschaft, das Betonwerk Heuchert, das Kieswerk Pokrent oder das Schweriner Modehaus Schulze.

Verbandspräsident Rolf Paukstat lobte die aktive, an den Interessen der Mitglieder orientierte Arbeit der Regionalleitung. Wirtschaftspolitische Veranstaltungen wie beispielsweise die vor wenigen Tagen durchgeführte Podiumsdiskussion der Unternehmer mit dem Oberbürgermeister würden von den Mitgliedern sehr geschätzt.

Im zu Ende gehenden Jahr fanden zudem Diskussionen mit den Schweriner Landtagsabgeordneten, Informationsabende unter anderem mit Kreditreform, der Hochschule Wismar, der Nordeuropäischen Kunstakademie, den Buga-Geschäftsführern, der Stabsstelle Wirtschaftsförderung statt. Für das neue Jahr sind bereits ein Forum mit der Arbeitsamtsdirektorin zu den neuen Arbeitsmarktreformen, eine Informationsveranstaltung zum Steuerrecht und Umgang mit dem Finanzamt und zu Risiken und Chancen für Unternehmer durch die geplante Kreisgebietsreform organisiert, sagte Regionalgeschäftsstellenleiter Detlef Oesterer. Auf dem Programm steht zudem das Thema Zahlungsmoral.

Bert Schüttpelz

Quelle: SVZ (6.12.2003)

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Meisterprüflinge zeigen beste Werke
Tischlerhandwerk beweist hohen Qualitätsstandard / 19 Ausstellungsstücke

Wüstmark · Im Bildungszentrum der Handwerkskammer wurden zu Beginn der Woche die diesjährigen Meisterstücke des Tischlerhandwerks vorgestellt: Möbel, Türen und Treppen, insgesamt 19 Exponate. Es ist die bereits neunte Präsentation der Handwerkskammer. Die angehenden Meister kamen dabei nicht nur aus Schwerin, sondern aus der ganzen Region. Teilnehmer aus Boltenhagen waren ebenso dabei wie aus Lübz. "Das Tischlerhandwerk stellt in besonderer Weise hohe Anforderungen an die handwerklichen Fähigkeiten und Fertigkeiten sowie an die gestalterischen Möglichkeiten", so Kammerpräsident Peter Günther in seiner Eröffnungsrede. Was in der Ausstellung zu sehen sei, könne nur das Handwerk mit seinen hohen Qualitätsstandards hervorbringen. Die 19 erfolgreichsten Meisterprüflinge des aktuellen Jahrgangs sind alle männlich. Das Durchschnittsalter beträgt 29,7 Jahre. Seit der Wende haben 225 Teilnehmer ihre Tischlermeisterprüfung erfolgreich absolviert.

Neben etlichen Türen verschiedenster Ausführungen und farblicher Gestaltung war auch ein Kinderbett mit zwei Funktionen auf der Ausstellung reichlich bestaunt worden. In diesem Bettchen kann nicht nur geschlafen, sondern das Kind gleich gewickelt werden - eine Kreation von Jörg Buckentin aus Pampow.

Tilo Mußfeld aus Lübz ist mit einer riesigen Wendeltreppe vor Ort. Sie ist aus Erle, mit Naturholzeffektlack, sein Meisterstück, das er für das Gutshaus Benthen gefertigt hat. "Wenn die Handwerklichkeit in gleicher Weise die künstlerischen Ansprüche ergänzt, dann sehe ich für mich das Optimum erfüllt, das immer noch besser werden kann", so Mußfeld. Er geht in seinem Beruf auf, allerdings wolle er dahin gehen, "wo ich auch Geld verdienen kann", gibt er zu. Aber, so Mußfeld weiter: "Momentan hat das Handwerk noch guten Bestand, und auch die Aussichten auf künftige bessere Zeiten stehen nicht schlecht."

Dietmar Unger

Quelle: SVZ (26.11.2003)

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Feuerwehren der Stadt übten Zusammenwirken

Großeinsatz am alten Komm-Markt klappte gut

Wüstmark · Mit Martinshorn und Blaulicht rückten am Donnerstagabend mehr als ein Dutzend Feuerwehrautos am ehemaligen Komm-Baumarkt in Süd an. Doch glücklicherweise brannte es dort nicht wirklich. Es war eine Großübung aller Schweriner Feuerwehren. "Wir wollen vor allem das Zusammenwirken von Berufswehr und freiwilligen Wehren trainieren", sagte Dezernent Wolfgang Schmülling, der sich vor Ort selbst ein Bild verschaffte. Und er war zufrieden: "Die

Rasch werden Schlauleitungen zu den Hydranten verlegt.

Kameraden haben ihre Aufgaben erfüllt und auch das Zusammenspiel der Wehren klappte", so seine Kurzeinschätzung. Der Dezernent dankte allen Feuerwehrleuten für ihre Einsatzbereitschaft.

Der Leiter der Großübung, Horst Kobi, stimmte Schmülling zu. Die Berufsfeuerwehr sei in sehr kurzer Zeit an der angenommenen Brandstelle gewesen und hätte sofort mit der Brandbekämpfung beginnen können. Rasch und richtig sei bei der simulierten Lage die Einschätzung getroffen worden, die freiwilligen Wehren zu Hilfe zu rufen, erläuterte Kobi. Nach der Ausrückeordnung kamen dann die Freiwilligen Feuerwehren Wüstmark, Mitte, Warnitz, Schlossgarten und Wickendorf zum Einsatz.

Bert Schüttpelz

Quelle: SVZ (4.10.2003)

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Investoren in die Stadt locken

Schwerin/München (M. Gr.) · OB wirbt auf Gewerbeimmobilien-Messe für Schwerin

Vom 6. bis 8. Oktober wirbt OB Norbert Claussen auf der größten deutschen Fachmesse für Gewerbeimmobilien in Europa für den Wirtschaftsstandort Schwerin. Die Landeshauptstadt präsentiert sich auf der ExpoReal in München am MV-Gemeinschaftsstand.

Im Vordergrund steht die Vermarktung des Industrieparks Göhrener Tannen. Doch sollen auch die Pläne für das Tagungszentrum am Marstall sowie zur Bundesgartenschau 2009 

Noch sind die Göhrener Tannen unbesiedelt. In München will der OB mögliche Investoren für die Fläche interessieren.

vorgestellt werden.

"Mit seiner Größe von 350 Hektar sind die Göhrener Tannen für Großansiedlungen geradezu wie geschaffen", so der OB. Die Landeshauptstadt verfüge damit über die größte zusammenhängende Industriefläche im Land. "In München wollen wir potentielle Investoren für das Gelände interessieren", sagt Claussen. Zugleich räumte der OB ein, dass es angesichts der Wirtschaftsflaute schwer sei, Firmen zu neuen Investitionen zu bewegen.

In München werden neben den Göhrener Tannen auch kleinere Gewerbegebiete im Stadtgebiet angeboten, die für mittelständige Unternehmen interessant sein könnten.

Um die Vorzüge der Landeshauptstadt hervorzuheben, wurde eine professionelle Schwerin-Präsentation erarbeitet, die sowohl harte als auch weiche Standortfaktoren heraushebt. Am 7. Oktober lädt der OB darüber hinaus die Vertreter in- und ausländischer Medien zu einer Pressekonferenz ein.

Bereits gestern Abend berichtete Claussen in Hamburg vor rund 200 mittelständischen Unternehmern von den wirtschaftlichen Entwicklungschancen in Schwerin.

Quelle: SVZ (1.10.2003)

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