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Aktuelles - Archiv - 3. Quartal 2006

Meldungen des 3. Quartals 2006

Freilichtmuseum zeigt Ausstellung "650 Jahre Wüstmark"

Mueß (zvs) · Vor 650 Jahren stellte der damalige Graf von Schwerin eine Urkunde aus, die Anlass und Möglichkeit dazu gab, dass der heutige Schweriner Stadtteil Wüstmark Anfang Juli mit einem dreitägigen Fest auf seine lange Geschichte zurückblicken konnte. Und: "Aus dem Anlass des Jahrestages der ersten urkundlichen Erwähnung ihres Heimatortes haben einige Wüstmarker mit Unterstützung der städtischen Museen eine interessante Ausstellung zur Geschichte des ehemaligen Dorfes Wüstmark erarbeitet, die auf ein großes Interesse bei den Besuchern des Festes stieß", so Volker Jahnke, Mitarbeiter im volkskundlichen Freilichtmuseum Mueß. Leider war es in Wüstmark selbst nicht möglich, die Schau länger als an diesem Wochenende zu zeigen, jetzt aber ist sie wieder zu sehen: "Das Freilichtmuseum hat in der Agrarscheune, in der sonst landwirtschaftliche Geräte zu sehen sind, Platz geschaffen, um die mit viel Liebe und Mühe gemachte Ausstellung noch ein wenig länger zu zeigen", sagt Jahnke. Die Schau unter dem Titel "650 Jahre Wüstmark - Vom Dorf zum Industriestadtteil" ist in Mueß nun in einer etwas abgespeckten Version bis September zu besichtigen. Jahnke: "Die Schautafeln bieten Panorama der für die Entwicklung Wüstmarks bedeutendsten Ereignisse und gewähren zugleich einen Einblick in die Geschichte eines so genannten Domanialdorfes, also eines Dorfes im landesherrlichen Besitz."

Diesen Einblick vertiefen können Besucher auch durch die zum Ortsjubiläum erschienene Chronik, die den gleichen Titel wie die Ausstellung trägt und im Freilichtmuseum zu kaufen ist. Auf 32 Seiten lässt sie die Geschichte Wüstmark anhand wichtiger Daten aufleben und zahlreiche Illustrationen geben einen Einblick in das Alltagsleben verschiedener Jahrhunderte.

Quelle: SVZ (29.07.2006)

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Straße umgestaltet

Wüstmark · Es ist lange her, dass durch die Schweriner Straße noch Autokolonnen brausten. "Es war einfach nahe liegend, der Straße wieder einen dörflichen Charakter zu geben", so Marlies Bachmann von den Stadtwirtschaftlichen Dienstleistungen Schwerin (SDS). Aus acht Metern Breite wurden fünf Meter, der Rückbau brachte einen drei Meter breiten Pflanzstreifen mit 45 Weißdornbäumen. Durchgeführt wurde die knapp 80000 Euro teure Maßnahme durch die SDS, das Staatliche Amt für Umwelt und Naturschutz gab 50 Prozent des Geldes aus Mitteln der "Lokalen Agenda 21".

Quelle: SVZ (19.07.2006)

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Industriepark Göhrener Tannen für Logistiker interessant

Wirtschaftsförderer werben in Hamburg für Schwerin

Schwerin (bert) · Eine gute Möglichkeit, Kontakte in die norddeutschen Nachbarregionen zu knüpfen und bestehende Beziehungen zu pflegen und auszubauen, bot die fünfte Gewerbeimmobilien-Fachmesse „Expansion“, bei der Schwerin seine Potenzen vorstellte. „Diese Messe ist ein ausgezeichnetes Forum dafür , weil es eine Klientel anzieht, die wir ansprechen wollen“, sagte Ilona Abt von der Stabsstelle für Wirtschaftsförderung. Allein in Hamburg gebe es viele Unternehmen, denen Platz für Expansion fehlt. „Bei derartigen Messen schauen sich auch viele weltweit agierende Unternehmen, die so genannten global player, nach neuen Strandorten um“, so Abt weiter. Vor allem für Logistik-Unternehmen seien da die Schweriner Potenziale interessant. „Mit unserem Industriepark Göhrener Tannen haben wir geeignete Flächen, die die großen Logistiker brauchen – Platz für riesige Hallen, gute Verkehrsanbindung, wirtschaftsfreundliches Umfeld“, erläuterte die Wirtschaftsförderin. Und ergänzte: „Interesse war durchaus vorhanden. Wir haben im Nachgang der Messe zahlreiche Broschüren verschickt.“

Dabei präsentierte Schwerin sich nicht nur allein als Landeshauptstadt, die Wirtschaftsförderer der gesamten Region standen während der Messe als Ansprechpartner zu allen Ansiedlungsfragen zur Verfügung. Ein Vertreter der Fachhochschule Wismar konnte Fragen zur Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und der Hochschule beantworten. „Zum diesjährigen Schwerpunktthema Logistik fanden zahlreiche Vorträge und Podiumsgespräche statt“, berichtete Ilona Abt. Insbesondere das Thema Erweiterung der Luftfrachtlogistik bestärke den Informationsbedarf nach den aktuellen Entwicklungen im Logistikbereich des norddeutschen Raumes. Für die Region Westmecklenburg sprächen neben Räumen zur Entfaltung guter, nicht überlasteter Infrastruktur-Anbindungen auch ein hoher Freizeit- und Wohnwert sowie ein großes regeneratives Energiepotenzial, das bereits mittelfristig ein großer Standortvorteil sein dürfte.

Quelle: SVZ (14.07.2006)

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Wüstmark feierte drei Tage lang

Aus unwirtlicher Gegend wurde ein Teil der Landeshauptstadt

Wüstmark (Von Jürgen Hamann) · Farbenfroh zog sich der Festumzug durch das Dorf, das heute ein Teil der Landeshauptstadt ist. Drei Tage lang feierten die Einwohner von Wüstmark ihre 650-jährige Geschichte.

Drei Tage lang feierte Wüstmark das 650. Jubiläum. Der Höhepunkt war der Festumzug durch das einst wüst und unwirtlich genannte Stückchen Erde, das heute zur Landeshauptstadt gehört. Jahrhundertelang bestimmten Landwirtschaft und dörfliche Not das Leben in der Gemeinde. Beim Festumzug sind allerdings nur gut einhundert Jahre zu sehen. Da bläst der Nachtwächter in sein Horn, gehen Schulanfänger mit der Tafel voran, Pferde ziehen Leiterwagen und ehrwürdige Traktoren rattern dazu. Musik gibt es auch - eine Arkodeongruppe spielt „Hoch auf dem gelben Wagen...“, eine Blaskapelle folgt später auf einem weiteren Gefährt. Harken und Sensen der Bauern sind zu sehen, die Schornsteinfeger und die hohen Herren von der kaiserlichen Eisenbahn. Hinter der historischen Feuerwehr fährt ein Wagen von Petermännchens Stadtrundfahrt, ansässige Unternehmer präsentieren ihre Firmen. Verschiedene bereits historische Berufsgruppen fahren im Zug mit - Schmiede heizen die Esse an und bearbeiten rotglühendes Eisen und Schuhmacher haben ihre Leisten bespannt. Ein Trabi mit kleinem Wohnanhänger rollt vorbei. 45 Jahre alt, hohlraumkonserviert, ist auf dem Schmuckstück zu lesen, dass bereits länger fährt, als sein Herkunftsland existierte. Bonbons werden an Kinder verteilt wie beim Karneval. Und die Stimmung ist nicht schlechter als in der närrischen Zeit am Rhein. Die Stimmung setzte sich abends beim Tanz fort und am Sonntag beim Frühschoppen.

Den Auftakt der feiern hatte es bereits am Freitag mit der Ausstellungseröffnung gegeben. Auf vielen Schautafeln wird Geschichte lebendig. Eine Broschüre hält die Erinnerungen für die Wüstmarker fest. Dank an Norbert Credè und Daniela Wauschkuhn.

  Bilder aus vergangenen Zeiten prägten den Festumzug.

Quelle: SVZ (3.07.2006)

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