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Schwerin · Fehlende Parkplätze und Zebrastreifen,
umstrittene Einbahnstraßen- und Ampelregelungen, zu hohe
Tempolimits oder fehlende Radwege - im Stadtverkehr ist
sicher schon jedem Schweriner etwas aufgefallen, das
verbesserungswürdig wäre. In einer gemeinsamen Aktion
wollen Stadtverwaltung und SVZ Ihre Wünsche nutzen, um
das veraltete Gesamtverkehrskonzept auf Vordermann zu
bringen.
"Die
Aktion in Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung kann
ich nur begrüßen", schreibt Fred Kalinski. Sein
Anliegen: "Ich wohne schon seit längerem im Schweriner
Stadtteil Wüstmark. Durch unseren Stadtteil führt die
Schweriner Straße, die laut Verkehrszeichen nur durch
Anlieger befahren werden darf." Dumm nur, so Kalinski,
dass etliche andere Fahrzeuge diese Strecke täglich
benutzen, um den Weg über die Umgehungsstraße zu sparen.
"Wissentlich, obwohl es verboten ist", kritisiert der
Anwohner. Sein Vorschlag: "Hier wären meiner Meinung
nach mehr Kontrollen angebracht, um die Autofahrer für
Ihr Fehlverhalten zu bestrafen und auf das Verbotsschild
hinzuweisen".
Die
Verwaltung hat Kalinskis Anliegen geprüft. "Es ist
richtig, dass die Fahrt durch Wüstmark nur den Anwohnern
vorbehalten ist. Dennoch fährt täglich eine Vielzahl
ortskundiger Kraftfahrer trotz des Durchfahrverbots
durch Wüstmark", bestätigten die Experten. Dieses
Problem habe in der Vergangenheit schon mehrfach
Ortsbeirat und Verwaltung beschäftigt. "Um die
Durchfahrt möglichst unattraktiv zu machen, wurde die in
eine Tempo-30-Zone gelegene Schweriner Straße
verschwenkt und Engstellen geschaffen", hieß es. Diese
Maßnahmen hätten aber leider nicht den gewünschten
Erfolg gebracht. Laut Stadt wird sich die Situation erst
mit der Fertigstellung der Ortsumgehung Pampow
entspannen.
Auch
die Chancen auf abschreckende Kontrollen in der
Schweriner Straße stehen schlecht, so die zuständigen
Stellen: "Kontrollen können nur von der Polizei
durchgeführt werden, da es sich um fließenden Verkehr
handelt. Diese wären sehr personalintensiv, da die
Kraftfahrzeuge über die gesamte Strecke beobachtet
werden müssten". Andernfalls hätten die Kraftfahrer
nämlich die Ausrede, sie hätten einen Anwohner besucht -
und dürften weiterfahren. Diesen Kontrollaufwand könne
die Polizei nicht leisten.
Kommentar vom Webmaster: Richtig ist, dass sich
Ortsbeirat und Verwaltung schon mehrfach mit dem Thema
konfrontiert wurden. Damalige Lösungen wurden aber immer
wieder verschlagen - es liegt mir fern hier zu konkret
zu werden. Außerdem erscheint es mir märchenhaft, dass
sich die Gesamtsituation mit Fertigstellung der
Ortsumgehung Pampow entspannen soll. Dann lädt die
Schweriner Straße erst recht zur Abkürzung ein, was
(hoffentlich) die Diskussion neu entfachen wird.
Quelle:
SVZ
(16.06.2004) - Kommentar vom 23.07.2004 |