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Aktuelles - Archiv - 2. Quartal 2004

Meldungen des 2. Quartals 2004

Durchgangsverkehr in Schweriner Straße kaum zu unterbinden

Schwerin · Fehlende Parkplätze und Zebrastreifen, umstrittene Einbahnstraßen- und Ampelregelungen, zu hohe Tempolimits oder fehlende Radwege - im Stadtverkehr ist sicher schon jedem Schweriner etwas aufgefallen, das verbesserungswürdig wäre. In einer gemeinsamen Aktion wollen Stadtverwaltung und SVZ Ihre Wünsche nutzen, um das veraltete Gesamtverkehrskonzept auf Vordermann zu bringen.

"Die Aktion in Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung kann ich nur begrüßen", schreibt Fred Kalinski. Sein Anliegen: "Ich wohne schon seit längerem im Schweriner Stadtteil Wüstmark. Durch unseren Stadtteil führt die Schweriner Straße, die laut Verkehrszeichen nur durch Anlieger befahren werden darf." Dumm nur, so Kalinski, dass etliche andere Fahrzeuge diese Strecke täglich benutzen, um den Weg über die Umgehungsstraße zu sparen. "Wissentlich, obwohl es verboten ist", kritisiert der Anwohner. Sein Vorschlag: "Hier wären meiner Meinung nach mehr Kontrollen angebracht, um die Autofahrer für Ihr Fehlverhalten zu bestrafen und auf das Verbotsschild hinzuweisen".

Die Verwaltung hat Kalinskis Anliegen geprüft. "Es ist richtig, dass die Fahrt durch Wüstmark nur den Anwohnern vorbehalten ist. Dennoch fährt täglich eine Vielzahl ortskundiger Kraftfahrer trotz des Durchfahrverbots durch Wüstmark", bestätigten die Experten. Dieses Problem habe in der Vergangenheit schon mehrfach Ortsbeirat und Verwaltung beschäftigt. "Um die Durchfahrt möglichst unattraktiv zu machen, wurde die in eine Tempo-30-Zone gelegene Schweriner Straße verschwenkt und Engstellen geschaffen", hieß es. Diese Maßnahmen hätten aber leider nicht den gewünschten Erfolg gebracht. Laut Stadt wird sich die Situation erst mit der Fertigstellung der Ortsumgehung Pampow entspannen.

Auch die Chancen auf abschreckende Kontrollen in der Schweriner Straße stehen schlecht, so die zuständigen Stellen: "Kontrollen können nur von der Polizei durchgeführt werden, da es sich um fließenden Verkehr handelt. Diese wären sehr personalintensiv, da die Kraftfahrzeuge über die gesamte Strecke beobachtet werden müssten". Andernfalls hätten die Kraftfahrer nämlich die Ausrede, sie hätten einen Anwohner besucht - und dürften weiterfahren. Diesen Kontrollaufwand könne die Polizei nicht leisten.

Kommentar vom Webmaster: Richtig ist, dass sich Ortsbeirat und Verwaltung schon mehrfach mit dem Thema konfrontiert wurden. Damalige Lösungen wurden aber immer wieder verschlagen - es liegt mir fern hier zu konkret zu werden. Außerdem erscheint es mir märchenhaft, dass sich die Gesamtsituation mit Fertigstellung der Ortsumgehung Pampow entspannen soll. Dann lädt die Schweriner Straße erst recht zur Abkürzung ein, was (hoffentlich) die Diskussion neu entfachen wird.

Quelle: SVZ (16.06.2004) - Kommentar vom 23.07.2004

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Seit 60 Jahren im Dienst der Feuerwehr
Karl-Heinz Rönke zum Ehrenwehrführer ernannt

Wüstmark (bsch) Karl-Heinz Rönke ist der dienstälteste Feuerwehrmann der Landeshauptstadt. Seit 60 Jahren ist er im Dienste der Allgemeinheit aktiv. Dafür wurde der 74-Jährige jetzt mit hohen Auszeichnungen geehrt. Stadtwehrführer Burghard Dreyer verlieh ihm im Auftrag des Landesfeuerwehrverbandes den Orden "Für 60 Jahre Mitgliedschaft in der Feuerwehr". Jürgen Rogmann, Amtsleiter Brand- und Katastrophenschutz, überbrachte die Glückwünsche des Oberbürgermeisters. Und Rönkes "Heimatfeuerwehr", die Freiwillige Wehr Wüstmark, ernannte ihn zum Ehrenwehrführer.

Karl-Heinz Rönke begann seinen Dienst bei der Feuerwehr im April 1945 in Parchim. 1955 wechselte er in die Berufsfeuerwehr und war in Parchim und Schwerin stationiert. 1963 gehörte er zu den Gründern der Freiwilligen Feuerwehr Wüstmark, die er bis 1994 leitete. Seine Kameraden schätzten an Rönke sein fachliches Können und die Kameradschaftlichkeit.

Quelle: SVZ (24.04.2004)

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"Sojaland" produziert wieder Getränke

CDU-Fraktion besuchte Firma in Wüstmark

Wüstmark · Die CDU-Stadtfraktion hat sich bei der Firma Sojaland über den aktuellen Stand sowie die weitere Entwicklung des Unternehmens informiert, das nach der Insolvenz im vergangenen Jahr von der Wild-Gruppe übernommen wurde. Dazu erklärte der Vorsitzende der Fraktion, Gert Rudolf: "Wir sind echt beeindruckt, was in diesem Werk geleistet wird. In der Öffentlichkeit hört man vorwiegend von den Problemen, die es in der Vergangenheit mit dem Werk gab. Seitdem die Wild-Gruppe Sojaland übernommen hat, ist hier jedoch der modernste Betrieb dieser Art in Deutschland in die Produktion gegangen. Wir sind froh, dass sich die Wild-Gruppe in unserer Stadt engagiert und hoffen, dass zusätzliche Arbeitsplätze in einem produzierenden Unternehmen entstehen werden."

Rudolf zeigte sich auch beeindruckt von den Leistungen der Mitarbeiter. Sie hätten in den schwierigen Zeiten das Werk aus eigenem Antrieb am Leben erhalten. Jetzt produziert Sojaland Eiweißdrinks auf Sojabasis für den gesamten deutschen Markt. Die Getränke sind für den Bereich Fitness und gesunde Ernährung bestimmt. Aber auch für die zehn Millionen Deutschen, die keine Milch vertragen, sind die Produkte der Schweriner Firma interessant.

Der Vorsitzende des Wirtschaftsausschusses der Stadtvertretung, Wolfgang Wilke, sicherte zu, dass man Sojaland auch weiter unterstützen werde: "Die Stadt hat die neuen Investitionen schnell und unbürokratisch begleitet. In vielen anderen Kommunen ist dies noch anders. Schwerin hat hier einen wichtigen Standortvorteil."

Quelle: SVZ (08.04.2004)

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