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Aktuelles - Archiv - 2. Quartal 2002

Meldungen des 2. Quartals 2002

Freiwillige Wehr Wüstmark holte sich wieder die Pokale

Erfolgreicher Wettkampf beim Stadtausscheid der Wehren

Großer Dreesch Die Stadtausscheide der Freiwilligen Feuerwehren fanden am vergangenen Wochenende bereits traditionell auf dem Sportplatz an der Stauffenbergstraße statt. Am Vormittag wurden die Wettkämpfe für die Jugendwehren absolviert (SVZ berichtete), am Nachmittag waren die Disziplinen für die "Großen" gefragt. Vertreter aller fünf Ortsfeuerwehren rangen in zwei Disziplinen um den Sieg. Dabei waren bei den Gruppenstafetten durch alle Kameraden verschiedene Aufgaben zu erfüllen. So musste eine Bockleiter gebaut, verschiedene Knoten gebunden und eine komplette Schutzausrüstung angelegt werden. "Genaues Arbeiten ist auch bei der Gruppenstafette die Grundlage für das Erreichen einer möglichst hohen Punktezahl", so Burghard Dreyer, der seit 2000 den Vorsitz des Stadtfeuerwehrverbandes inne hat. Davor war er zehn Jahre Stadtjugendfeuerwehrwart.

Die Siegermannschaft kommt zum wiederholten Male aus Wüstmark. Die Kameraden erhielten den Wanderpokal, gestiftet vom Stadtpräsidenten, und den Einzelpokal. Auf Platz zwei kamen die Kameraden aus Warnitz, Platz drei ging an die Wehr Mitte, Vierter wurde Wickendorf und Platz fünf erreichten die Kameraden der Wehr Schlossgarten. Und nach der Anspannung der Kämpfe gab es die Entspannung bei ausgelassenem Gaudi:

Nach den Wettkämpfen landeten die Kameraden des Gewinnerteams aus Wüstmark im Wasser. Foto: Dietmar Unger

Die Sieger fanden sich in Uniform im Wasser wieder. Doch umziehen mussten sie sich ohnehin...

Dietmar Unger

Anmerkung des Webmasters: Mehr zum Sieg der FFw Wüstmark mit Statistik und Zeiten finden Sie auf unserer Partnerseite: http://www.ff-wuestmark.de

Quelle: SVZ (06.06.2002, Seite 19)

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Rapsöl-Silo brannte

Wüstmark Ein Schwefelbrand im Mischfutterwerk Wüstmark hielt gestern Berufsfeuerwehr und die Feuerwehren Schlossgarten und Wüstmark in Atem. Gegen 7.30 Uhr drangen dicke Rauchschwaden aus einem Rapsöl-Silo. "Seit einigen Wochen gab es in dem Silo Probleme, die der Betrieb selbst unter Kontrolle zu bringen versuchte", erklärte Jürgen Rogmann, Leiter der Berufsfeuerwehr, den Selbstentzündungsprozess. Die 20 eingesetzten Kräfte konnten den Einsatz erst nach rund vier Stunden beenden. HA

Dichter Qualm über Wüstmark: Ein Schwelbrand brach gestern in diesem Rapsölsilo aus. Foto: Kewitz

Quelle: SVZ (23.05.2002, Seite 15)

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Claussen (CDU) ab September neuer Oberbürgermeister in Schwerin

Norbert Claussen heißt, ab September, der neue Oberbürgermeister in Schwerin. Wollen wir hoffen, dass er es schafft seine Versprechungen einzuhalten und Schwerin wettbewerbsfähig macht sowie für neue Arbeitsplätze sorgen kann.

Stichwahl 28. April 2002

Kandidat

Schwerin
Gesamt

Wüstmark
Norbert Claussen (CDU) 58,4 % 71,9 %
Gerd Böttger (PDS) 41,6 % 28,1 %

Wahlbeteiligung: 43,3 %

Den ersten Urnengang gewann Gerd Böttger, aber da kein Kandidat die absolute Mehrheit von 50 % erreichte, war die logische Folge die Stichwahl, bei welcher die beiden Kandidaten mit der höchsten Prozentzahl teilnehmen.

Schweriner OB-Wahl am 14. April 2002

Kandidat/in

Schwerin
Gesamt

Wüstmark
Gerd Böttger (PDS) 34,8 % 17,8 %
Norbert Claussen (CDU) 28,9 % 41,1 %
Axel Höhn (SPD) 14,5 % 13,3 %
Silke Gajek (B90/Grüne) 10,2 % 14,4 %
Jan Szymik (FDP) 4,6 % 4,4 %
Dr. Sabine Bank (parteilos) 3,7 % 5,6 %
Lars Schubert (SLP) 2,0 % 1,7 %
Wolfgang Radtke (parteilos) 1,4 % 1,7 %

Wahlbeteiligung: 43,9 %

Quelle: SVZ sowie eigene Recherche

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Schlossbrauerei will erweitern

120 neue Arbeitsplätze in Süd / Lob an Wirtschaftsförderung der Stadt / Kritik an Preisen

Wüstmark Die Schlossbrauerei will expandieren. Das Bekenntnis zu Schwerin soll in der Endphase 120 neue Arbeitsplätze bringen. Und die Steigerung der Produktion bringt dem Land richtig Geld: 17 Millionen Euro jährlich an Steuern.

Derzeit produzieren 87 Mitarbeiter der Zweiten Schweriner Schlossbrauerei im Dreischicht-System jährlich rund 400 000 Hektoliter Bier. Eine gigantische Summe - 80 Millionen Flaschen Bier. Doch dem Bauern um Betriebsleiter Karl Liebl wird diese Kapazität zu eng. "Wir wollen mit dem Ausbau in mehreren Stufen am Ende eines Bierausstoß von jährlich zwei Millionen erreichen." Zum Vergleich: Die Lübzer Brauerei liegt derzeit bei etwa 1,3 Millionen Hektoliter.

Dafür soll ein Neubau her - direkt neben der jetzigen Braustätte. Das Land - den so genannten Hofacker - hat die Brauerei bereits von der Schweriner Grund, einer Tochter der kommunalen WGS, gekauft. "Wir haben durch die Stabstelle für Wirtschaftförderung sehr früh vom Interesse der Schlossbrauerei erfahren und das Grundstück dann reserviert", berichtete WGS-Chef Günter Lemke.

Und auch Liebl lobt die Zusammenarbeit mit der Behörde enorm. Er hätte unzählige Probleme mit Behörden vorgefunden, als er 1999 seine Aufgabe in Schwerin antrat. "Dann habe ich auf dem Frühlingsempfang der SVZ gleich Herrn Claussen kennengelernt. Und gerade die Tatsache, dass ich immer einen konkreten Ansprechpartner hatte, gab letztlich auch den Ausschlag für die Erweiterung hier in Schwerin", sagte Liebl. Hintergrund: Die Oettinger Brauerei, zu der die Schweriner gehört, hat in Deutschland vier Standorte. Die Entscheidung für Schwerin liege aber auch an der Lage zwischen Hamburg und Berlin. Und Skandinavien und das Baltikum seihen "ein sehr interessanter Markt". Denn die Oettinger Gruppe ist die einzige, die ihr Bier ohne Zwischenhändler mit eigener Flotte selbst zum Abnehmer fährt. "Deshalb ist für uns natürlich die A 14 jetzt immens wichtig", sagte Liebl.

Der Betriebsleiter rechnet damit, dass in rund neun Monaten - nach verschiedenen Gutachten und Genehmigungen - mit dem Neubau begonnen werden könnte. Die Endbauphase, schätzt Liebl, ist in etwa "drei bis fünf Jahren" erreicht - abhängig von der Marktsituation. Dann werden bis zu 120 neue Arbeitsplätze geschaffen - für Brauer, Techniker und Kraftfahrer. Trotz allen Lobes an Claussen und seine Mitarbeiter hat Liebl ein riesiges Problem mit Schwerin: den Abwasserpreis. Der liegt mit 2,50 Euro je Kubikmeter fast dreimal so hoch wie im Heimatstandort Bayern. Auch im thüringischen Gotha müsse die Oettinger Gruppe viel weniger für das Abwasser berappen. "Wir brauchen dringend eine Änderung des Kommunalabgabengesetzes", fordert daher auch Schwerins Stadtpräsident Armin Jäger. Die Änderung würde für Großproduzenten von Abwassern Rabatte zulassen. "Das rechnet sich auch für den kleinen Kunden, wenn die Auslastung der Kläranlage steigt. Schließlich sind derzeit rund 80 Prozent aller Kosten Fixkosten", so Jäger. Ohnehin sei der Preis in Ostdeutschland so hoch, weil die neuen Klärwerke noch nicht abgeschrieben sind. In Thüringen habe man das erkannt und eine Rabattierung ermöglicht. Eine Änderung des Gesetzes kann allerdings nur der Landtag erreichen. Und dafür fehlt bislang die Mehrheit. Timo Weber

Quelle: SVZ (24.04.2002, Seite 13)

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Straßenlaternen für Hase und Igel

Unternehmer in Schwerin-Süd fordern Weiterentwicklung des Gewerbegebietes

Wüstmark Wie sehen die Entwicklungschancen für das Gewerbegebiet Schwerin-Süd aus? Eine Antwort auf diese Frage fordern rund 25 ansässige Unternehmer bei einer Diskussionsrunde mit den OB-Kandidaten. Das Gebiet müsse dringend weiterentwickelt werden.

"Ich kenne keine andere Stadt, in der eine Automeile in die hinterste Ecke eines Gewerbegebietes gesetzt wurde. Die Hälfte der Betriebe ist mittlerweile in Konkurs und die Straßenbeleuchtung ist nur für Hase und Igel da", ärgert sich Bernhard Trost. Der Autohändler hatte sich als erster Unternehmer an der Automeile an der Babenkoppel niedergelassen. Das war am 13. November 1992. Seitdem sind von sieben Autohäusern noch vier übriggeblieben, der Markt "Komm", eine beliebte Anlaufstelle in dem Gewerbegebiet, wurde vor Jahren zwangsgeschlossen und gleicht seitdem einer Ruine. Die Unternehmer in Süd fühlen sich abgeschnitten und wollten wissen, wie es mit der Region weitergeht.

Bessere Werbung wird gefordert

Eine berechtige Frage, wir Klaus-Michael Rothe, Hauptgeschäftsführer der IHK, den 25 anwesenden Unternehmern und sieben OB-Kandidaten im Büromarkt "Glagla" erläuterte. Bei einer kurzen Bestandsaufnahme über die Entwicklung in dem Gebiet machte er deutlich, dass sich in dem Altgewerbegebiet Süd, das rund 100 Hektar umfasst, ein breiter Branchenmix ergeben habe. Die ansässigen Unternehmer seien zwar zufrieden "wünschen sicher aber bessere Werbe- und Versorgungsmöglichkeiten", so Rothe. Zusätzlich zu diesem Kernbereichs befänden sich die Gewerbegebiete Babenkoppel, Am Fährweg, Pampow und 330 Hektar Göhrener Tannen. Mehr als 300 Unternehmen haben sich auf diesen Flächen niedergelassen. "Aber es gibt einige Problembereiche", so Rothe, "die geplante Ortsumgehung Pampow, der Erhalt der alten Bundesstraße und vor allem die als Tunnellösung geplante Eisenbahnüberführung." Hier müsse etwas geschehen.

Kritik an geplanter Umgehungsstraße

Zustimmung bei den Unternehmern: "Die Umgehungsstraße ist das Hauptthema. Es ist doch wahnwitzig, ein Gebiet abzuschneiden und den Zugang zu nehmen", so Unternehmer Michael Sperlich. Neben der geplanten Fortführung der B 321 durch das Gewerbegebiet und gleichzeitig Anbindung des Gewerbegebietes Pampow, forderten die Unternehmer aber auch mehr Einsatz für Investoren. "Für jeden Investor, der auch nur einen einzigen Euro investieren möchte, muss der rote Teppich ausgerollt werden. Sonst droht Schwerin der endgültige Abstieg in die zweite Liga", sagte Sperlich. "Wir machen Standortmarketing, befinden uns auf einem knallharten Markt, auf dem wir unser Produkt verkaufen müssen", erklärte Norbert Claussen. Im Moment sei man mit ein bis zwei Interessenten für jede freie Gewerbefläche im Gespräch. Auf die Frage, wie viele Investoren denn im vergangenen Jahr erfolgreich angelockt worden wären, gab es zwar keine Antwort. Dafür waren sich alle OB-Kandidaten einig, dass Wirtschaftsförderung zur wichtigsten Aufgabe des zukünftigen Oberbürgermeisters gehört. Und auch die Frage des Moderators Frank Glagla, welcher gute Grund des Oberbürgermeister-Kandidaten denn einfiele, warum jemand in Schwerin investieren sollte, hatten alle eine Antwort parat: Arbeitskräftepotential (Axel Höhn), gute Fördermöglichkeiten (Gerd Böttger) oder Verfügbarkeit von Ressourcen (Norbert Claussen) lauteten einige der Äußerungen.

Bestehende Firmen mehr unterstützen

Unternehmerverbandchef Hartmut Kratzke mahnte hingegen, sich auch auf die Unternehmer zu konzentrieren, die schon da sind, um diese zu halten. Hier würden die Hoffnungen auch in den neuen Oberbürgermeister gesetzt. Nicht ohne Grund: "Die meisten Unternehmer haben schon keine großen Ambitionen mehr, was in Schwerin noch möglich ist", beschrieb Unternehmer Ralf Kopsicker den Frust einiger Kollegen. "Also sollte man erstmal kleine Brötchen backen." Am Ende wurde zumindest ein Ziel der Diskussion erreicht: Die Unternehmer konnten auf die zum Teil unbefriedigende und schwierige Situation im Süden Schwerins aufmerksam machen und gleichzeitig die Positionen der Kandidaten ausloten. Helge Ahrens

Quelle: SVZ (12.04.2002, Seite 16)

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