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Ausfallstraße Richtung A 24: Nadelöhr bleibt nach
Weiterbau der Umgehung vorerst offen
Wüstmark
· Noch ist die Schweriner Straße mit dem
Bahnübergang am Haltepunkt Süd die größte Ausfallstrecke
nach Süden. Die neue Umgehungsstraße ersetzt das
Nadelöhr Ende 2005. Nach einer Klage vor dem
Bundesverwaltungsgericht ist aber klar: Der Bahnübergang
wird vorerst zusätzlich bestehen bleiben, die
Verkehrsdichte neu geprüft.
Tausende Autofahrer, die täglich die Schweriner Straße
Richtung A 24 benutzen, warten ungeduldig auf den neuen
Teilabschnitt der Umgehungsstraße. Im November soll der
Verkehr zwischen Wüstmark und der B 321 hinter Pampow
vierspurig rollen, die 90-Grad-Kurve von der Werkstraße
in die Schweriner Straße und der Bahnübergang kurz
hinter der Schlossbrauerei nicht länger
Haupt-Ausfallstraße sein. Doch nach einer Klage vor dem
Bundesverwaltungsgericht ist nun klar: Der Bahnübergang
wird auch nach Eröffnung der zwölf Millionen Euro teuren
Umgehung bestehen bleiben – für eine zweijährige
Probephase, in der das Wirtschaftsministerium das
Verkehrsaufkommen prüft. Hintergrund: Die in Pampow
ansässigen Unternehmen fürchten, dass andernfalls
Kundenströme versiegen könnten. Die Probephase ist ein
Kompromiss zwischen dem Wirtschaftsministerium und vier
Klägern aus Pampow, die gegen die Schließung der
Schranken vor das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig
gezogen waren. Die Richter regten die Probezeit im
Anhörungsverfahren an, das Ministerium stimmte zu.
"Mit
einer Überprüfung des Verkehrsaufkommens am Bahnübergang
können wir sechs Monate nach Eröffnung der
Umgehungsstraße beginnen. Erst dann haben sich die
Autofahrer an die neue Situation gewöhnt", sagt Berthold
Witting, Verkehrsexperte aus dem Wirtschaftsministerium.
Witting
rechnet mit bis zu 1400 Fahrzeugen am Tag. "Es besteht
die Gefahr, dass Werkstraße und Schweriner Straße ein
Schleichweg für Laster bleiben, die dort gar nicht
fahren müssten", sagt Witting. Seine Leute werden
zählen, wieviele Fahrzeuge die Strecke in Zukunft noch
benutzen und ermitteln, wohin sie fahren und ob sie auch
über die Umgehungsstraße ans Ziel gekommen wären. Bleibe
es bei den geschätzten 1400 Fahrzeugen, könne die
Schließung des Bahnübergangs doch noch angeordnet
werden, sagt Witting. Sein Ziel: Durchgangsverkehr aus
Schwerin Süd und Pampow heraushalten.
Mit
einer Entlastung der Anlieger rechnen die Gegner der
Schließung jedoch auch, wenn der Bahnübergang bestehen
bleibt. "Die Belastung wird mit Eröffnung der
Umgehungsstraße automatisch sinken", sagt Anwalt
Klaus-Rainer Tiedmann, der drei der Kläger vertreten
hatte. Sein Argument für den Bahnübergang: Die
Schweriner Straße sorge besser für die Anbindung von
Pampow an Schwerin als die neue Umgehungsstraße.
Stefan Homann
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Autos und Lkw drängeln sich täglich am Bahnübergang
kurz hinter der Schlossbrauerei. Die Ersatzstrecke
wird bis Ende 2005 gebaut, der Bahnübergang bleibt
dennoch offen. |
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Quelle:
SVZ
(19.01.2005) |