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Aktuelles - Archiv - 1. Quartal 2004

Meldungen des 1. Quartals 2004

Von Einmannfirma zum Großbetrieb

Dirk Wernicke führt seit 14 Jahren eigene Spedition / Nominierung für Unternehmerpreis

Wüstmark · Dirk Wernickes Unternehmensgeschichte klingt fast wie die Story "vom Tellerwäscher zum Millionär". Als 19-Jähriger machte er sich 1990 mit einer alten "Schrottkarre" als Spediteur selbstständig, heute rollt seine Fahrzeugflotte von 40 riesigen Mercedes- und Volvo-Lastern durch halb Europa.

Der Unternehmer-Regionalverband Schwerin hat als Kandidaten für den Ehrenpreis "Unternehmer des Jahres" den Schweriner Spediteur Dirk Wernicke nominiert. Der geschäftsführende Gesellschafter der Spedition Wernicke GmbH gehöre zu den erfolgreichsten Firmenchefs Mecklenburgs, begründete Regionalleiter Hartmut Kratzke den Vorschlag. Die Nominierung sei in der Regionalleitung einstimmig getroffen worden, da Wernicke seine Spedition mit beeindruckendem unternehmerischem Mut, Innovationsfreudigkeit und Realitätssinn entwickelt habe. Aus dem Einmannbetrieb von einst sei eine leistungsfähige Firma mit 52 Beschäftigten geworden.

Wernicke selbst will gar nicht so viel Aufsehen haben: "Die Arbeit macht mir Spaß und den Erfolg habe ich vor allem meinen Mitarbeitern zu verdanken", sagt der 34-Jährige abwiegelnd. Indes: Hinter der Erfolgsstory steckt unendlich viel Arbeit, fachliches Wissen, Realitätssinn und sicher auch ein glückliches Händchen. "Ich habe zu DDR-Zeiten Wirtschaftskaufmann gelernt und beim Baustoffhandel Schwerin angefangen. Als sich nach der Wende der Betrieb auflöste, habe ich mich nach einer anderen Arbeit umgeschaut. Man muss ja nicht nur zum Arbeitsamt laufen." So habe er begonnen, mit seinem alten Auto Zeitungen auszufahren. "Am 1. April 1990 habe ich quasi als Einmannbetrieb ein Gewerbe als Spedition angemeldet." 15, 16 Stunden am Tag und sechs Tage die Woche habe er damals gearbeitet, erzählt Wernicke. Aber der "Laden" lief, bald konnte er sich einen 15 Jahre alten Kleintransporter anschaffen und einen Fahrer einstellen. Nun wurde Stückgut transportiert. Das Geschäft florierte, Fahrzeug um Fahrzeug wuchs die Spedition. 1999 ersteigerte Wernicke das jetzige Firmengelände in Süd aus einer Konkursmasse und begann, die Bereiche Lager, Logistik und Kommissionierung aufzubauen.

Geschätzt werde seine Spedition für Schnelligkeit und Zuverlässigkeit, berichtet der Chef. Aufträge, die bis 10 Uhr eingehen, werden noch am selben Tag bearbeitet. Für das gute Klima in der Firma spreche, dass es bei ihm den in der Branche üblichen Personalwechsel kaum gebe. Wernicke: "Die Kollegen fühlen sich mit dem Unternehmen verbunden."

Bert Schüttpelz

Quelle: SVZ (12.03.2004)

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Franzosen aus Nancy besichtigten Metallbaufirma Kühn

Wüstmark · Französischer Charme in Schwerin: Neun Metallbaulehrlinge aus Nancy sind derzeit innerhalb eines Jugendaustauschprojektes der Handwerkskammer in der Landeshauptstadt. Bei der Firma Metallbau Kühn konnten sie alle Herstellungsschritte eines Aluminiumfensters vom Auftrag über die Skizze bis zur Fertigung mit computergesteuerten Maschinen hautnah verfolgen. "An den modernen Maschinen ging die Fertigung ziemlich schnell", sagte Anthony Ceccato beeindruckt. Die Lehrlinge hatten auch die Möglichkeit, selbst einmal einen Profilzuschnitt einzustellen. "Die Franzosen haben interessiert nachgefragt", sagte Fred Fahden, Verantwortlicher für den Vertrieb, der die Lehrlinge durch den Betrieb führte.

Der Besuch bei Metallbau Kühn war aber nur ein Teil des dritten Lehrlings-Austauschprogramms, das vom deutsch-französischen Sekretariat in Saarbrücken finanziert wird. In der vergangenen Woche nahmen die jungen Franzosen an einer gemeinsamen Ausbildung mit den deutschen Metallbaulehrlingen im Berufsbildungszentrum der Handwerkskammer teil. Zudem standen Stadtführungen und Kultur auf dem Programm. Ein Höhepunkt war der Besuch der Werft in Wismar.

Seit Montag arbeiten die Franzosen nun in den Betrieben ihrer deutschen Austauschlehrlinge. Anthony Ceccato, der bei Metallbau Drefers in Wüstmark tätig ist, gefällt seine Arbeit sehr. Geschäftsführerin Petra Drefers ist mit ihrem "neuen" Lehrling trotz Kommunikationsproblemen zufrieden. "Anthony wird eingebunden wie andere Lehrlinge auch."

Am 5. März, kurz vor ihrer Rückfahrt, erhalten die Franzosen einen Europapass, der ihre Arbeit in Deutschland dokumentiert.

Helene Banner

Quelle: SVZ (26.02.2004)

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Stadtspitze im Gespräch mit einheimischen Firmen

Oberbürgermeister besuchte Unternehmen vor Ort

Wüstmark · Oberbürgermeister Norbert Claussen und Mitarbeiter der Stabsstelle für Wirtschaftsförderung sind dabei, ihr Versprechen einzulösen, engeren Kontakt mit einheimischen Unternehmen zu pflegen. Sie besuchten die Spedition Wernick und die Neureder AG in Wüstmark. OB Claussen: "Mit diesem Besuchen knüpfe ich an meine Strategie an, mit den Unternehmen vor Ort im Gespräch zu sein, um zu wissen, wo der Schuh drückt."

Nach einem Rundgang und der Vorstellung der Spedition durch den Inhaber des Unternehmens, Dirk Wernicke, wurden Themen wie die Lkw-Maut und die Umstellung der Lkw auf Bio-Diesel diskutiert. Neben dem Weiterbau der Ortsumgehung Pampow unterhielt man sich auch über den Bau der Autobahn A 241.

Die Spedition Wernicke kann auf eine kontinuierliche Entwicklung seit der Gründung 1990 zurückblicken. Mittlerweile beschäftigt das Unternehmen 49 Mitarbeiter und verfügt über 39 Lastzüge. Darüber hinaus steht die Logistik im Vordergrund des Geschäftsbereiches.

Die Neureder AG gehört zur Krauss-Maffei-Kunststofftechnik GmbH. Werkleiter Jürgen Brands legte dar, dass das Unternehmen künftig keine Jugendlichen mehr ausbilden könne, da der Arbeitsaufwand dabei für einen Betrieb in dieser Größenordnung nicht mehr zu leisten sei. Das Unternehmen benötige dringend Fachkräfte, die über das Arbeitsamt nicht zur Verfügung gestellt werden könnten, informierte Brands weiter. Die Neureder AG, die im vergangenen Jahr das Qualitätszertifikat erhalten hat, beschäftigt derzeit 23 Mitarbeiter und zwei Azubis. Produziert und konstruiert werden vor allem Industrieroboter.

Quelle: SVZ (5.02.2004)

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