|
Aktuelles -
Archiv - 1. Quartal 2002
Meldungen des
1. Quartals 2002
| US-Firmen suchen Kooperation |
|
Maplan knüpft
Kontakte mit Flugzeugzulieferer aus Arizona und
Aerospace-Verbund
Wüstmark
Flugzeugteile-Produktion
in Schwerin? Keineswegs eine weltfremde Vision. Am Sonnabend
besuchten ein amerikanischer Unternehmer und der
Vorstandsvorsitzende der Hanse-Aerospace die Schweriner
Maschinenfabrik Maplan, um Geschäftskontakte zu knüpfen.
Er sei schwer
beeindruckt von der Präzision und Qualität, mit der in der
Firma Maplan Maschinenfabrik und Anlagen für Kunststofftechnik
Schwerin GmbH produziert werde, sagte Sam M. Muslmani, Repräsentant
der Firma M.S.E.E. aus Tucson, Arizona, nach einer Führung
durch den Betrieb mit Geschäftsführer Michael Pobst. Die
Komplexheit des Produktionsprozesses und der moderne
Maschinenpark empfehle die Firma für eine Zusammenarbeit.
Muslmani sucht in
Deutschland neue Kooperationspartner. Nach Schwerin brachte ihn
Manfred Irgens, Vorstandsvorsitzender des Unternehmens
Hanse-Aerospace aus Hamburg. Dieser Firmenverbund ist ebenfalls
auf der Suche nach neuen Kooperationspartnern, die beim Bau des
neuen Militärtransportflugzeuges A 400 M Zulieferungen bieten können.
Irgens war vor einen Tagen Gast bei einer Wirtschaftstagung im
Schloss und knüpfte Kontakte mit Schweriner Firmen.
Dass namhafte
Firmen aus Deutschland und Übersee auf Schwerin aufmerksam
geworden sind, sei ein Ergebnis der Marketing-Kampagne im
Zusammenhang mit der BMW-Bewerbung und der derzeit laufenden
Anstrengungen der Stadt zur Vermarktung des Industriestandorts Göhrener
Tannen, sagte Wirtschaftsdezernent Norbert Claussen, der
ebenfalls an den Gesprächen teilnahm. "Eine unserer
Aufgaben in der Wirtschaftsförderung ist es, Kontakte
herzustellen", sagte Claussen. Das erleichtere ortsansässigen
Unternehmen, neue Märkte zu erschließen.
Maplan-Geschäftsführer
Probst freute sich über das Interesse an der Firma, verwies
aber zugleich darauf, dass Maplan bereits Geschäftsbeziehungen
zu namhaften Firmen wie Siemens, Krauss-Maffey, Delfa in den USA
oder Husky in Kanada unterhalte, allerdings im Flugzeugbau
bisher noch nicht tätig war. Maplan sei Marktführer in Europa
bei der Herstellung von Extruderschnecken und hat 200 Beschäftigte,
darunter mehr als 30 Ingenieure. Der Jahresumsatz von 16
Millionen Euro wird mit einer Wertschöpfung von 85 Prozent
erreicht. Produziert wird im Drei-Schicht-System in einem 19 000
Quadratmeter großen Komplex von Werkhallen im ehemaligen
Plastmaschinenwerk Schwerin PMS in Süd. Bert Schüttpelz
Quelle: SVZ
(18.03.2002, Seite 15) |
| [nach
oben] |
| Osterfeuer
am 30. März 2002 |
|
Am Samstag, dem
30. März findet zum 9. Mal das traditionelle Osterfeuer von
Wüstmark statt, welches von der Freiwilligen Feuerwehr
organisiert wird. Die Veranstaltung soll um 18:00 Uhr auf dem Wüstmarker
Dorfplatz am Dorfteich durchgeführt werden. Zur Zeit sieht das
Gelände durch die Sanierung des Teiches noch sehr schlammig aus,
jedoch soll der Platz bis Ostern hergerichtet sein.
Quelle: Freiwillige
Feuerwehr Wüstmark |
| [nach
oben] |
| Frühjahrsputz in
Wüstmark am 23. März 2002 |
|
Auch wir Wüstmarker wollen sauber in den Frühling 2002 starten.
Treffpunkt: Litfasssäule - Ecke Am Teich/Schweriner Straße
am 23.03.2002 um 10:00 Uhr
Quelle: Ortsbeirat
|
| [nach
oben] |
| Feuerwehr
blickt auf bewegtes Jahr |
|
Kameraden aus Wüstmark
zogen Bilanz für 2001
Wüstmark
Sintflutartige
Regenfälle im Juni, Disco-Brand im März und im Oktober das
Flammenmeer im Gewerbegebiet in Süd - auf ihrer
Jahresversammlung blickte die Freiwillige Feuerwehr Wüstmark
auf bewegte zwölf Monate zurück.
Mit 21 Alarmierungen war das
vergangene Jahr nicht so ruhig, wie die vorangegangenen. Alleine
am 17. Juni mussten die Wüstmarker achtmal ausrücken.
Sintflutartige Regenfälle hatten zahlreiche Keller unter Wasser
gesetzt. Im März wütete der "Rote Hahn" in der
Diskothek Gummibärchen in Schwerin-Süd. Doch am 10. Oktober
kam es noch schlimmer: Bei dem Großfeuer der Firma Schoeller
Wavin Systems in Wüstmark (SVZ berichtete) kämpfte die Wehr
zwei Tage gegen das Flammenmeer in einer brennenden Lagerhalle.
"Hier hat sich der hohe Ausbildungsstand unserer Wehr
gezeigt," so Ortswehrführer Thomas Beutelrock.
"Nahezu alle unsere 30 Einsatzkräfte waren eingebunden.
Selbst die fünf Ehrenmitglieder hielten Brandwache."
Auch bei Wettbewerben waren die Wüstmarker
erfolgreich. Zum sechsten mal in Folge konnten sie alle ersten
Plätze beim Leistungsvergleich der Schweriner Wehren erringen.
Die Theater-Sicherheitswachen, das Osterfeuer, Blutspendeaktion
und der Bereitschaftsdienst zur Jahreswende rundeten das
Programm ab. Dass die Wüstmarker über eine funktionierende
Jugendabteilung verfügen, zeigte sich, als Jugendwart Matthias
Vogel erneut zwei Mitglieder an die Einsatzabteilung übergeben
konnte: Mareen Jaster und Andreas Wiechert.
Zu einer Jahresversammlung gehören
auch Beförderungen und Ehrungen, die durch den Beigeordneten
Norbert Claussen und den Leiter der Schweriner Feuerwehr, Jürgen
Rogmann, vorgenommen wurden. So wurden Jörg Duwe zum
Feuerwehrmann, Stefan Reichert zum Oberfeuerwehrmann und der
stellvertretende Ortswehrführer Michael Braun zum Hauptlöschmeister
befördert. Für seine dreißigjährige Mitgliedschaft erhielt
Friedhelm Frank seinen dritten Ärmelstreifen. Mit dem
Brandschutzehrenzeichen in Silber wurde der Jugendfeuerwehrwart
Vogel für 25 Jahre Dienst ausgezeichnet.
Quelle: SVZ
(8.02.2002, Seite 15) |
| [nach
oben] |
| Wüstmark
präsentiert sich umfangreich im Internet
|
|
Stefan Thielecke
erstellte Homepage des kleinen Ortsteils
Wüstmark
Wollen Sie etwas
erfahren über Wüstmark? Kein Problem. Dann schauen Sie doch
einfach ins Internet. Hier ist der 481 Einwohner zählende
Stadtteil mit dörflichen Charakter ausführlich vertreten. Eine
Internetseite präsentiert Historisches und Aktuelles, einen
virtuellen Rundgang durch den Schweriner Ortsteil und eine
Fotogalerie.
Verantwortlich für den
Internetauftritt ist Stefan Thielecke. "Wüstmark ist
eigentlich ein Dorf in der Stadt. Das fasziniert mich so an
meinem Wohnort", erzählt der 21-Jährige. Nach und nach
begann er Informationen über Wüstmark ins Netz zu stellen. Im
Juni 2000 konzipierte er schließlich eine Homepage, die ein
Jahr später eine komplette Neugestaltung erfuhr. Im Moment
besuchen mehr als 750 Internet-Surfer im Monat die Seite.
"Da die Optimierung und Weiterentwicklung der Homepage ständig
vorangetrieben wird, hoffe ich weiterhin auf steigende
Besucherzahlen", sagt der gelernte Bürokaufmann, der zur
Zeit seinen Zivildienst ableistet. Auch mit dem Ortsbeirat
Wüstmark/Göhrener
Tannen will Thielecke demnächst enger zusammen arbeiten. Ein
entsprechender Platz auf der Internetseite ist dafür schon
vorgesehen.
Besonders die Geschichte des
Ortsteils wird entsprechend gewürdigt. Eine Dorfchronik reicht
von dem Jahr 1288 bis 2001. Als letztes ist das Großfeuer in Wüstmark
verzeichnet, bei dem am 10. Oktober vergangenen Jahres die
Lagerhalle eines Kunststoffwerkes ein Opfer der Flammen wurde.
Daneben werden alte Gehöftsaufzeichnungen, Flurnamen des Dorfes
und sogar Bild und Inschrift des Wüstmarker Gedenksteins präsentiert.
"Es war nicht einfach, alle diese historischen
Informationen zu bekommen", sagt Thielecke. Die Daten
wurden mit Hilfe verschiedener Quellen zusammen getragen.
"Besonders hilfreich war das Stadtarchiv Schwerin. Es
stellte das vorhandene Material zur Verfügung." Dank gebührt
auch dem Lehrer Friedrich (1895-1931), der die ersten
historischen Nachforschungen unternahm. Ihm hat Thielecke auf
seiner Internetseite einen kleinen Lebenslauf mit Bild gewidmet.
Eine andere wesentlich Quelle war die von Otto Blumrich
erstellte Chronik, aus der die veröffentlichten Daten stammen.
Auch Erzählungen und Sagen kommen nicht zu kurz. So wird
berichtet von der Hexe Klecksch, die vor langer Zeit in Wüstmark
gelebt haben soll.
Mit der Wüstmark-Homepage hat
Thielecke ein umfangreiches Nachschlagewerk über den Schweriner
Ortsteil geschaffen. Zudem gibt es unter der Rubrik
"News" immer die neuesten Informationen, die zudem
regelmäßig aktualisiert werden. Jens Grießbach
Quelle: SVZ
(25.01. 2002, Seite 16) |
| [nach
oben] |
| Leben
für die Behindertenarbeit |
|
"Mutter der
Dreescher Werkstätten" Hannelore Lüdtke im Ruhestand
Wüstmark
Mit einem großen
Fest im Komplex der Dreescher Werkstätten in Süd wurde gestern
Hannelore Lüdtke, die Mutter der Schweriner Behindertenarbeit,
in den Ruhestand verabschiedet. Schon vor der Wende im
Elternkreis aktiv, hatte die gelernte Kinderbibliothekarin
gleich nach der Wende ihr Herzensanliegen, die Arbeit für
Behinderte, zu ihrem Beruf gemacht. Und sie wurde zum Motor der
Behindertenarbeit mit ihrem unermüdlichem Einsatz, ihren
Visionen und ihrem Durchsetzungsvermögen. Dafür sprach ihr Günter
Liebers, Geschäftsführer der Dreescher Werkstätten, gestern
seinen herzlichsten Dank aus.
Schon 1990 hatte Hannelore Lüdtke
damit begonnen, ein neues Wohn- und Beschäftigungsmodell für
Menschen mit geistigen Behinderungen in Schwerin aufzubauen.
Dessen Anliegen war es, den Betroffenen ohne jegliche
Bevormundung oder Überbehütung ein ganzheitlich selbst
bestimmtes Leben zu ermöglichen. Was mit dem Kampf um Wohnstättenplätze
begann, entwickelte sich zum komplexen Betreuungsgefüge "Dreescher
Werkstätten". Das heute existierende Angebot für
behinderte Menschen in Schwerin geht wesentlich auf das
engagierte Wirken von Hannelore Lüdtke zurück.
Dafür wurde ihr bereits das
Bundesverdienstkreuz verliehen, deshalb wollte die Schar der
Gratulanten gestern kein Ende nehmen. Wohlfahrtsverbände,
Initiativgruppen und viele Betroffene kamen, um Hannelore Lüdtke
zu danken und alles Gute im wohlverdienten Ruhestand zu wünschen.
So ganz ruhig wird es in ihrem
Leben allerdings nicht werden. Hannelore Lüdtke ist
Landesvorsitzende des Vereins Lebenshilfe und will auch künftig
den Dreescher Werkstätten eng verbunden sein. Bert Schüttpelz
Quelle: SVZ
(23.01.2002, Seite 11) |
| [nach
oben] |
|