| 1285 |
Das Dorf Krebsförden wird
urkundlich als "Creuesforde" erwähnt. |
| 1286 |
Das Dorf Pampow wird urkundlich
als "tu pampowe" genannt. |
| 1356 |
1. Mai
Das Dorf Wüstmark wird urkundlich als
"Wustemarke" genannt. In einer weiteren Urkunde vom 4.
Mai wird es als "Wostemarke" erwähnt. |
| 1452 |
Einwohnerzahl: 52 Personen. |
| 1496 |
Die Einwohnerzahl des Dorfes
Wüstmark wird mit 83 Personen beziffert. |
| 1520 |
Die Schuldverschreibungen gingen
von Knopp und Berchteheyle an die von Raven und deren von
Halberstadt über. |
| 1530 |
Das Dorf Wüstmark geht in den
Besitz derer von Halberstadt und der von Raven über. |
| 1615 |
Das Dorf befindet sich noch in
Händen derer von Halberstadt und der von Raven. |
| 1628 |
Wüstmark wird wieder domanial.
Die Schrecken des 30 jährigen Krieges beginnen.
Einwohnerzahl:
37 Personen.
|
| 1648 |
29. Oktober
Aus Anlass der Beendigung des 30 jährigen Krieges allgemeiner
Dankgottesdienst. |
| 1651 |
18. Juli
In Schwerin brennen 150 Häuser nieder. |
| 1653 |
Reiche Ernte. Großer Scheffel
Roggen kostet nur 12 ß. |
| 1655 |
Allgemeine Bestandsaufname nach
dem 30 jährigen Krieg. Die Untertanen des Dorfes werden nach
dem Meierhof Ostorf zum Dienst verpflichtet. Im Januar große
Kälte. Viel Schnee, Flüsse frieren bis auf den Grund zu, Mitte
des Monats plötzlich Schneeschmelze und Überschwemmungen. |
| 1657 |
Gute Ernte. Durch Vieh wird Seuche
eingeschleppt. |
| 1659 |
Polnische Kriegsvölker verwüsten
Mecklenburg. |
| 1660 |
7. Januar
10:00 Uhr vormittags 2 halbe Regenbogen am Himmel. Ausruf:
"Gott sei uns gnädig". |
| 1668 |
In Pampow Pfarrhaus, Scheune und
Backhaus abgebrannt. |
| 1669 |
Herzog Friedrich Adolf verfügt
eine allgemeine Nameserhebung aller in den Dörfern und Höfen
lebenden Untertanen. Dies ist die erste nach dem 30 jährigen
Krieg. |
| 1670 |
Große Kälte. Die Ostsee ganz
zugefroren. Seit dem Jahr 1545 nicht so kalt gewesen. |
| 1672 |
Truppenwerbung Christian Louis von
Frankreich, für Ludwig den IV. gegen Holland. |
| 1676 |
Heftige Krankheit der viele
Menschen zum Opfer fielen. Schweriner Jahrmarkt eingestellt. |
| 1678 |
Im Sommer die Pest. |
| 1690 |
29. Dezember
Abends 8:00 Uhr brennen in Schwerin 73 Häuser nieder.
Brandunglück in Wüstmark.
|
| 1693 |
Schlechte Ernte, förmlich
Hungersnot im nördlichen Mecklenburg. Dänen belagern Tazeburg
und plündern in Mecklenburg. |
| 1697 |
In Schwerin liegen 22 Häuser in
Asche. |
| 1698 |
Scheffel Roggen großes Maaß 3
Schilling (ß) teurer. Die Landleute haben nichts zum leben und
mussten in der Stadt Getreide aufkaufen.
Göhren sehr holzreich.
Es wurde verpfändet: Stammschäferei mit 64 Hammeln, 6 alte Böcke, 3
Zeitböcke, 44 Zeithammel, 112 milchende Schafe, 32 Zeitschafe,
52 Mutterlämmer, 3 Bocklämmer, 44 Stammlämmer. An Gebäuden:
Ein gemauertes mit flachen Ziegeln gedecktes Haus, ein Stockwerk
hoch 4 Gebinde. Seit 1627 eine neue Scheune und ein Käsehaus.
|
| 1703 |
Hunde müssen Knüppel tragen.
Maulkörbe gab es noch nicht. |
| 1706 |
Landmessung. |
| 1710 |
Pest. In Schwerin der Jahrmarkt
eingestellt. |
| 1711 |
Die Stadttorein Schwerin
geschlossen. |
| 1712 |
Viehseuche. Am 2. Ostertag
Einbruch in die Pampower Kirche. Alles Geld gestohlen. |
| 1713 |
Von Neujahr bis Epiphanie in der Pampower Kirche, wegen Einquartierung auch hin und herziehenden
sächsischen und napoleonischen Truppen nicht gepredigt. Zar
Peter 3 Tage und Nächte im Pfarrhaus Pampow logiert.
29. Dezember
Großer Kriegsrat in Pampow gehalten.
|
| 1717 |
Kurt von Schwerin befehligt die in
mecklenburgischen Diensten genommenen russischen Truppen. Auch 2
Batl. Landmiliz aufgestellt. |
| 1718 |
5. - 6. März
Exekutivtruppen rücken gegen Mecklenburg. In der Nacht Gefecht
bei Walsmühlen. Herzogliche Truppen gingen zurück nach
Schwerin. Exekutionstruppen folgten. Einquartierungen von Rogahn
bis Pinnow.
11. März
Schwerin zur Übergabe aufgefordert. 3 Schwadron Dragoner in der
Stadt stationiert. Es fehlt jegliche Ordnung. |
| 1730 |
Eine Schwadron hob die in der
Nachbarschaft stehende Hannoveranischen Vorposten aus.
Gefecht bei Banzkow. Herzog gegen
Hannoveraner. 3.000 - 4.000 Bauern beteiligen sich mit Sensen und
Mistgabeln bewaffnet an den Kämpfen. Exekutionstruppen folgten
und misshandelten viele Bauern der Umgebung. |
| 1731 |
Bauern von Exekutionstruppen stark
füsiliert (getötet). |
| 1732 |
Herzog Christoph Ludwig zur
Bestrafung eingesetzt. |
| 1733 |
Karl Leopold mit den Schulzen der
benachbarten Dörfer in geheimer Verbindung. Landvolk soll
bewaffnet werden. Gewalten mehrten sich. |
| 1733 |
7. September
Landesaufgebot aller 18 - 60 jährigen Getreuen und Bauern.
17. September
Bauern mit scharfen Sensen unter Anführung der Schulzen, Vögte
und Schreiber. Mehr als 2.000 Bauern aus Mecklenburg kommen in
Schwerin zusammen. 19.
September
General Tilly zieht gegen Neustadt - Glewe, wird umzingelt. Die
meisten Bauern flohen nach Hause. |
| 1735 |
Christian Ludwig mit holsteinschen
und schwarzenburgischen Regiment nach Schwerin. Schwarzenburger
stehen unter Oberst Dingelstedt in Wittenförden im Quartier.
29. Januar
In Schwerin eingerückt. Holsteiner stehen in den benachbarten
Dörfern.
5. - 6. Februar
Angriff auf Schwerin.
7. Februar
Waffenstillstand.
8. Februar
Übergabe der Stadt. Herzog floh nach Wismar. |
1739
-
1740 |
Harter Winter von Anfang Oktober
bis Anfang Mai. Wintersaat und Vieh in den Ställen erfroren.
Nachmahd nicht eingebracht. Vieh verhungert. Grosse Teuerung.
Butter im Preis noch nicht erlebt. |
| 1746 |
Rinderpest fast bis zum Jahr 1760.
Jahrmarkt eingestellt. |
| 1760 |
Der Schneider und Büdner
Weiberlein erteilt in Wüstmark Schulunterricht. |
| 1761 |
Ansiedlung der Büdner in
Wüstmark. Urkundlich wird der Leinweber Ventz erwähnt. |
| 1763 |
Die Dorfschaft wird vom Hofdienst
nach Ostorf befreit. |
| 1767 |
Die Seuche rafft fast das ganze
Vieh in Wüstmark weg. |
| 1771 |
Die Untertanen des Dorfes
Wüstmark führen Klage beim Amt, wegen der erlittenen Unbilden
im 7 jährigen Krieg. |
| 1774 |
9. August
Die Hauswirte von Wüstmark verteidigen ihre Rechte gegenüber
dem Pächter von Göhren Kammerherr v. Bülow. |
| 1778 |
Übergabe der Hufen im Zeitpacht. |
| 1820 |
Amtliche Aufhebung der
Leibeigenschaft. |
| 1830 |
Einwohnerzahl: 198 Personen. |
| 1848 |
Bau der Eisenbahnlinie Schwerin -
Hagenow. |
| 1859 |
Einwohnerzahl: 270 Personen. |
1878
1886
1888 |
Bau der Eisenbahnlinie Schwerin -
Criwitz und der Einsenbahnhaltestelle Wüstmark. |
| um 1883 |
Die Freiwillige
Feuerwehr Wüstmark wird gegründet. |
| 1884 |
Das erste Gerätehaus der
Freiwilligen Feuerwehr Wüstmark wird erbaut. |
| 1895 |
15. April
Lehrer Friedrich Dahl in Wüstmark geboren. |
| 1896 |
Vererbpachtung der Wüstmarker
Hufen. |
| 1898 |
2. Februar
Zu der Beschwerde des Lehrers wegen Dungstreuen, beharrt die
Versammlung bei dem Beschluss, dass der Lehrer seine Dienstboten
mit zu Hilfe nehmen soll. |
| 1899 |
Brand im Dorf - 3 Scheunen. |
| 1900 |
13. Juni
Auf Anschluss an das Telefonnetz verzichtet die Gemeinde. |
| 1901 |
30. März
Zur Gründung der Lungenheilstätte ist die Gemeinde noch nicht
gewillt beizutreten.
21. Oktober
Der Nachtwächter ist verpflichtet auch die Gemeindelaternen
anzuzünden.
19. Dezember
Ein Beitrag zum Völkerschlachtendenkmal in Leipzig wird
abgelehnt. |
| 1903 |
Auf Einführung der Trichinenschau
verzichtet die Gemeinde. |
| 1904 |
19. Februar
Ein finanzieller Beitrag zum Bau der Nebenchaussee Walsmühlen -
Püsserkrug wird abgelehnt. |
| 1907 |
17. Mai
Auf Angliederung der Gemeinde Wüstmark an den Postbezirk
Holthusen wird verzichtet.
Einwohnerzahl: 200. |
| 1909 |
Otto Blumrich wird in Mückwitz
(CSSR) geboren. 1953 siedelt er nach Mecklenburg um und landet
schließlich in Wüstmark. |
| 1911 |
22. September
Ein Telefonanschluss wird gewünscht und 1913 gelegt. |
| 1913 |
Dem Kriegerverein wurde zur Feier
des 18. Oktober aus Gemeindemitteln 25,00 Mark bewilligt. |
| 1914 |
Ein Beitrag zur Kirchenheizung
nach Pampow wird abgelehnt.
23. November
Flüchtlinge aus Ostpreußen sollen auf Beschluss der Gemeinde
aufgenommen werden und zwar Erbpächter 2 Büdner und Häusler
je einen. |
| 1915 |
Zur Kriegsanleihe wird nichts
bewilligt. |
| 1918 |
Ein Dankschreiben des Senates der
freien Hansestadt Hamburg über die Aufnahme von Kindern wurde
verlesen. |
| 1919 |
19. Januar
Wahl zur Nationalversammlung. |
| 1921 |
16. Mai
Das Kriegerdenkmal wurde enthüllt. |
| 1923 |
Für Handdienste sollen je Stunde
5,00 Mark und für Spanndienste je Stunde 15,00 Mark gezahlt
werden. Die Viehsteuer wird wie folgt erhoben: Rinder von einem
Jahr an 300,00 Mark, ebenso für Pferde und Fohlen.
29. September
Wer die Bekanntmachungen, welche im ortsüblichen Sinne durch
Handzettel erfolgten, nicht sofort weitergibt und liegen lässt,
hat 10.000,00 Mark an Ordnungsstrafe zu zahlen.
31. Oktober
Für Besoldung soll für Monat November und Dezember je ein
Zentner Kartoffeln gezahlt werden. |
| 1926 |
Brandstiftung Gehöft 1. |
| 1927 |
Gründung einer Ortsgruppe der
Kommunistischen Partei Deutschlands.
22. Mai
Ergebnis der Landtagswahl.
|
| 1928 |
Beschlossen wird die
Elektrifizierung des Dorfes.
18. Oktober
Antrag auf Inbetriebnahme der Schule. |
| 1930 |
11. Februar
Einstimmiger Beschluss bei 3,00 Mark Strafe wer durch
Hineinwerfen von Steinen oder Unrat den Dorfteich verschmutzt.
7. April
Antrag des Turnvereins um Überlassung der Schulstube.
|
| 1931 |
21. Juni
Lehrer Friedrich Dahl
verstirbt im frühen Alter von 36 Jahren.
30. Juni
Dem Turnverein wird verboten, in der Schulstube Veranstaltungen
abzuhalten, die mit Tanz vergleichbar sind.
|
| 1932 |
30. April
Der Telefondraht nach der Häuslerei 30, darf nicht über den
Schulgarten führen, sondern muss in einem Winkeln verlegt
werden. |
| 1933 |
Mit der Machtübernahme des
Faschismus löst sich die Freiwillige Feuerwehr Wüstmark auf. |
| 1939 |
Einwohnerzahl: 259 Personen. |
| 1956 |
Der Schmied Benzlin ist der erste
Besitzer eines Fernsehapparates in Wüstmark. |
| 1957 |
600
Jahrfeier der Gemeinde Wüstmark. |
| 1963 |
23. August
Die Freiwillige Feuerwehr Wüstmark lebt neu auf. |
| 1968 |
Das Mischfutterwerk entsteht. |
| 1970 |
1. Januar
Nach entsprechendem Beschluss gehört die Gemeinde Wüstmark von
nun an zum Stadtgebiet der Bezirkshauptstadt Schwerin. Die
Gemeindevertreter von Wüstmark nehmen an der Stadtverordnetenversammlung
als vollberechtigte
Abgeordnete teil.
4. Februar
Aufgrund der Eingliederung der Gemeinde Wüstmark in die Stadt
Schwerin, wird auch die Freiwillige Feuerwehr Wüstmark dem
Wirkungsbereich Schwerin zugeordnet.
|
| 1972 |
Bei einer Befragung stimmen 75 %
der Einwohner für den weiteren Erhalt des Namens Wüstmark. In
den Pässen der Einwohner fand man später aber trotzdem als
Wohnort "Schwerin". |
| 1978 |
In fast 5.500 Arbeitsstunden durch
die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Schwerin-Wüstmark
entsteht das neue Gerätehaus auf einer Grundfläche von ca. 200
qm. |
| 1998 |
Die Büdnerei in Wüstmark wird
von der Deutschen Stiftung
für Denkmalschutz gefördert. |
| 2001 |
10. Oktober
Großfeuer in Wüstmark. Die Lagerhalle eines Kunststoffwerkes
steht in Flammen. Weit über 100 Feuerwehrleute aus Schwerin und Umgebung
im
Einsatz. |
| 2002 |
Das neue Wohngebiet Wiesenhof
entseht.
Der Dorfteich wird saniert. Über
die vergangenen Jahrzehnte war er ausgetrocknet. |
| 2003 |
Die Freiwillige Feuerwehr
Wüstmark feiert 40 jähriges Bestehen (120 Erstgründung). |